Die Fähigkeit zu lieben.





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Wenn ich die Gabe der Prophetie hätte und wüsste alle Geheimnisse und hätte jede Erkenntnis und wenn ich einen Glauben hätte, der Berge versetzen könnte, aber keine Liebe hätte, so wäre ich nichts. Tiefe Liebe jedoch ist untrennbar mit Hingabe verbunden. Wenn wir als das Gemeinsame in allen Formen des Liebens jenes Transzendieren erkannten, das uns über uns selbst hinausführt, lässt sich daraus schließen, dass Liebe immer mit einem gewissen Selbstopfer verbunden ist. Wie eng oder wie weit die Einzelnen diese Basis füreinander brauchen, lässt sich nicht verallgemeinern, wie wir uns überhaupt auf dem Gebiet der Liebe davor hüten sollten, Verallgemeinerungen zu fordern oder zu vertreten, hinter denen meist moralisch fragwürdige Motive und mangelnde psychologische Erfahrung stehen, wenn nicht gar kirchliche oder politische Machtgesichtspunkte.


Sie war diejenige, die mit mir damals von der Grundschule in die Mittelstufe gewechselt ist. Das Gefühl unbedingter Geborgenheit vermittelt uns, wenn wir es erleben durften, ein Lebensgrundgefühl, dass es eine Freude ist, einfach da zu sein; alle unsere Wünsche und Bedürfnisse werden ohne unser Zutun erfüllt und befriedigt, es werden noch keine Ansprüche und Forderungen an uns gestellt. Weiterhin müsse es einem natürlich auch wichtig sein, eine Kunst zu erlangen, sonst würde man sie niemals erreichen.


Die Fähigkeit zu lieben von Fritz Riemann - Und wenn du Mir gehörst, dann kann nichts in der ganzen Schöpfung dich von Mir oder Meiner Liebe trennen… Und Jene, die in Meiner Liebe bleiben, haben Mich und werden an allem teilhaben, was Mir gehört. Wenn aber das Verlangen nach körperlicher Vereinigung nicht von Liebe getragen wird, erotische Liebe also nicht auch Liebe zum Nächsten ist, führt sie Fromm zufolge niemals zu einer über die temporäre orgiastische Vereinigung hinausgehenden Einheit.


Die Kunst des Liebens ist ein populäres Werk deswelches erstmals 1956 in New York erschien. Zusammen mit dem 20 Jahre später erschienenen gehört es zu seinen bekanntesten Werken und war wie dieses ein. Es setzt sich mit dem im in der westlichen Welt dominierenden Verständnis der auseinander, das Menschen zu einem Verhalten bei der Liebe animiere und Probleme allein beim Gegenüber sehen lasse bzw. Diesem Verständnis setzt er die Verschiebung der Perspektive auf die eigene Fähigkeit zu lieben entgegen, auf die Kunst des Liebens. Liebe ist demnach nicht einfach ein schönes Gefühl, dem man sich hingibt. Für die meisten Menschen liegt das Problem der Liebe darin, geliebt zu werden und nicht in der eigenen Fähigkeit zu lieben. Das Bestreben dieser Menschen, liebenswert zu sein, ist laut Fromm im Wesentlichen eine Mischung aus Streben nach und. Des Weiteren betrachteten die meisten Menschen das Problem des Liebens eher als das Problem des geliebten bzw. Dies führt Fromm unter anderem auf die Veränderung des Liebesverständnisses der westlichen Welt im zurück, in dessen Verlauf sich der Begriff der Liebe durchsetzte. Neben der Beherrschung der Theorie, die er im 2. Kapitel — dem größten Teil des Buches — behandelt, und der Praxis der Liebe, der er das 4. Gleichzeitig ist es die Die fähigkeit zu lieben von und. Fromm weist im Weiteren auf die Diskrepanz zwischen dem in der zeitgenössischen Gesellschaft aufgrund dieser Getrenntheit bestehenden und der gleichzeitig behaupteten der Gesellschaftsmitglieder hin und macht auch darauf aufmerksam, dass diese Art von Gleichheit oft nicht ausreiche, um die Angst vor der Getrenntheit zu beruhigen. Fromm unterscheidet verschiedene Arten von Vereinigung, deren Unzulänglichkeiten er herausstreicht: Die durch Konformität erreichte Einheit sei eine Pseudo-Einheit, die durch produktive, d. Einzige befriedigende Antwort auf die Frage der menschlichen Existenz ist nach Fromm die zwischenmenschliche Einheit: die Liebe. Dabei sei die Liebe keine Vereinigung, deren passive Form die Unterwerfung, derist — unabhängig davon ob dabei ein Mensch oder eine Sache ist —, und deren aktive Form die Beherrschung, der ist. Nur die Liebe eines reifen Menschen wahrt die eigene und Individualität. Eine solche Liebe kann niemals auf Leidenschaft als treibender Kraft beruhen, sondern muss auf basieren. Laut Fromm ist das liebende Geben nicht mit Aufgeben gleichzusetzen. Der Marketing-Charakter sei zwar bereit zu geben, jedoch nur im Austausch mit etwas anderem, ansonsten fühle er sich betrogen. Das Grundbedürfnis ist demnach, sich mit einem anderen Menschen zu vereinigen. Daneben existiert das menschliche Verlangen, den anderen zu ergründen. Dies sei mittels der Liebe möglich. Parallel dazu sieht er das Bedürfnis, Gott zu erkennen. Für Fromm steht dabei fest, dass der Mensch das Geheimnis aller Dinge niemals begreifen, aber durch die Liebe erkennen kann. Nach diesem Exkurs wendet er sich wieder dem Bedürfnis nach Einheit zu, welches auch aus dem biologischen Bedürfnis der Vereinigung des männlichen und des weiblichen Pols resultiere. Fromm setzt sich kritisch mit der Psychologie auseinander, dessen extrem geprägte Vorstellungen er ablehnt und zu überwinden versucht. Er definiert die des männlichen und weiblichen Charakters wie folgt: Der männliche Charakter besitzt Eigenschaften wie Eindringungsvermögen, Führungsqualitäten, Aktivität, die fähigkeit zu lieben Abenteuerlichkeit, der weibliche hingegen solche wie Aufnahmefähigkeit, Beschützenwollen, Realismus, Geduld und Mütterlichkeit. In der Realität kommen natürlich nicht solche Idealtypen, sondern Mischformen vor. Fromm beschäftigt sich anschließend mit der Liebe zwischen Eltern und Kind. In den ersten Lebensjahren sei das Kind hierbei der passive Teil; es wird von seiner Mutter bedingungslos geliebt. Diese könne nicht erworben werden. Ab dem sechsten Lebensjahr sei für das Kind die väterliche Liebe, und Lenkung unerlässlich. Die väterliche Liebe definiert er der Mutterliebe gegenüber als mit Bedingungen verbunden. Negativer Aspekt sei hierbei, dass die väterliche Liebe erst verdient werden müsse, während sie im positiven Fall an Bedingungen geknüpft sei, die das Kind im Gegensatz zur Mutterliebe erfüllen könne und sich somit die Liebe verdienen könne. Mütterliche und väterliche Liebe sind auch hier wieder Idealtypen. Ein reifer Mensch schließlich habe sich von äußeren Mutter- und Vaterfiguren und sie in seinem Inneren aufgebaut. Liebe ist nach Fromm eine Haltung, die nicht auf ein einziges Objekt bezogen werden kann, sondern sich auf die ganze Welt erstrecken muss. Dennoch unterscheidet er zwischen den verschiedenen Arten von Liebe nach ihren Objekten, nämlichMutterliebe, Liebe, und Liebe zu. Sie basiert auf der Erfahrung, dass wir alle eins sind; sie ist Liebe zwischen Gleichen, die aus der gegenseitigen Hilfe resultiert. Liebe zum Nächsten entwickelt sich aus dem Mitleid zum Hilflosen, erfordert also. Fromm führt aus, dass wahre Mutterliebe nicht nur bedeutet, für das Wachstum des Kindes zu sorgen, sondern schließlich auch loslassen zu können. Für viele Menschen endet die Liebe jedoch dann, wenn sie glauben, den anderen kennengelernt zu haben, und oft ist die sexuelle Vereinigung dann die fähigkeit zu lieben das einzige Mittel, die Getrenntheit zu überwinden. Wenn aber das Verlangen nach körperlicher Vereinigung nicht von Liebe getragen wird, erotische Liebe also nicht auch Liebe zum Nächsten ist, führt sie Fromm zufolge niemals zu einer über die temporäre orgiastische Vereinigung hinausgehenden Einheit. Des Weiteren ist die erotische Liebe nicht universell, sondern exklusiv. Diese Exklusivität wird oft mit dem Wunsch verwechselt, vom anderen Besitz zu ergreifen. Wenn aber Verliebte niemanden sonst lieben, ist das nicht die fähigkeit zu lieben als ein zweisamer ; sie haben das Problem dann nur insoweit gelöst, als sie die Einsamkeit auf zwei Personen erweitert haben. Die erotische Liebe schließt Liebe zu anderen jedoch nur im Sinne einer erotischen Vereinigung, nicht aber im Sinne von Nächstenliebe, aus. Fromm beschließt die Abhandlung über die erotische Liebe mit der Feststellung, dass Liebe nicht nur ein Gefühl sei — denn Gefühle die fähigkeit zu lieben auch wieder abflauen —, sondern auch eine Entscheidung, ein Versprechen. Selbstliebe würde daher fälschlicherweise mit gleichgesetzt. Wenn aber Selbstliebe etwas Schlechtes wäre, dann wäre eine. Nach Fromm bedingen Liebe zu anderen Menschen und Selbstliebe jedoch einander, und Selbstsucht sei eine Folge fehlender Selbstliebe. Wer nur andere lieben kann, könne überhaupt nicht lieben. Fromm stellt den Gegensatz von Selbstliebe und Selbstsucht heraus: Der Selbstsüchtige liebe sich selbst gar nicht, er hasse sich sogar. Der Mangel an Freude an sich selbst erzeuge ein Gefühl der inneren Leere und Enttäuschung, das er zu kompensieren und zu vertuschen versuche, und somit nach außen erscheine. Es stimme zwar, dass Selbstsüchtige unfähig seien, andere zu lieben, sie seien jedoch auch nicht fähig, sich selbst zu lieben. Auch sie entspringe dem Bedürfnis, das Getrenntsein zu überwinden und Einheit zu erlangen. Die Art der Götter und die Art, wie sie geliebt bzw. Fromm hat drei solcher Entwicklungsphasen herausgearbeitet. In der Phase ist das höchste Wesen die Mutter. Alle Menschen sind gleich, da sie alle Kinder einer Mutter sind z. Wie bereits beschrieben, ist die Liebe der Mutter nicht an Bedingungen geknüpft. In der Phase wird dann der Vater zum höchsten Wesen der Religion. Im Gegensatz zur Mutterliebe ist die väterliche Liebe an Bedingungen geknüpft s. Geliebt sind die, die am meisten gehorchen. Die patriarchalische Gesellschaft ist infolgedessen gegliedert; die Gleichheit der Brüder wird von Wettbewerb und Wettstreit abgelöst. Die letzte Phase endlich ist die eines nichtpersonellen, symbolischen Gottes. Die fähigkeit zu lieben holt weit aus und kommt vom Gegensatz von und paradoxer Logik schließlich zu dem Schluss, dass das letzte Ziel der Religion nicht der rechte Glaube, sondern das richtige Handeln sei. Diese Ausführungen weisen auf sein 1976 — 20 Jahre später — erschienenes Werk hin. Die Konsequenzen der paradoxen Auffassung sieht Fromm zum einen in mehr Toleranz, denn wenn nicht das richtige Denken letztes Ziel und Weg zum Heil ist, bestünde auch kein Anlass, über das richtige Denken zu streiten. Zum anderen würde die Wandlung der Menschen mehr betont als und. Während in den vorherrschenden westlichen Religionen die Gottesliebe im Wesentlichen ein Denkerlebnis wäre, sei in den östlichen Religionen die Gottesliebe ein Gefühl des Einsseins, das in den alltäglichen Handlungen zum Ausdruck komme. Fromm zieht nun die Parallele zum Individuum: Das Kind ist zunächst an seine Mutter gebunden, wendet sich später dem Vater zu, verinnerlicht mit der Zeit das mütterliche und das väterliche Prinzip und löst sich schließlich von Mutter und Vater. Fromm beschließt das Kapitel mit der Bemerkung, dass in Gesellschaften, in denen der vorherrsche, die Entwicklung noch nicht sehr weit vorangeschritten sei. Aus seinen bisherigen Ausführungen zieht er den Schluss, dass die Liebesfähigkeit eines Menschen von derin der er lebt, beeinflusst wird. Fromm analysiert zunächst die der westlichen, Welt, deren bedeutendstes Merkmal er in ihrem Grundprinzip des Marktes als aller wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Beziehungen sieht. Diese Wirtschaftsstruktur fände sich auch in der Wertschätzungs wieder, nach der materielle Dinge höher bewertet würden als beispielsweise menschliche Arbeitskraft. Fromm führt weiter aus, dass es einen allgemeinen Trend zur des gebe, aus der z. Als weiteres Merkmal des Kapitalismus nennt Fromm diedie dem einzelnen seine Unabhängigkeit und nehme und ihn austauschbar mache. Um zu funktionieren, brauche der Kapitalismus reibungslos funktionierende Menschen, die konsumieren, deren Verhalten berechenbar ist, die sich beeinflussen lassen und die sich dennoch frei und unabhängig fühlen. Fromm postuliert, dass der einzelne Mensch sein Handeln, Denken und Fühlen dem der Gesellschaft anpasst, um Sicherheit zu gewinnen. Diese aber vermag das Gefühl des Getrenntseins nicht zu überwinden, und so betäubten die Die fähigkeit zu lieben dieses Gefühl in mechanischer Arbeit und passivem Konsum. Schließlich schlägt er den Bogen zurück zum Marketing-Charakter s. Ebenso wie die Liebe zwischen Menschen sei auch die Gottesliebe vom Verfall betroffen. Fromm vergleicht die Menschen in zeitgenössischen kapitalistischen Gesellschaften mit einem dreijährigen Kind, das nach dem Vater ruft, wenn es ihn braucht, aber sich selbst genug ist, wenn es nur spielen möchte. Auch das Verständnis der Beziehung zu Gott habe sich dahingehend gewandelt, dass es in diemarktorientierte Gesellschaft hineinpasse: So wie man Angestellten empfiehlt, glücklich zu sein, um auf die Kunden positiv zu wirken, sei die Tendenz zur Empfehlung zu erkennen, Gott zu lieben, um erfolgreicher zu sein. Als allgemeine Voraussetzungen, die nicht nur die Kunst des Liebens, sondern jede Kunst im Sinne von Fähigkeit betreffen, nennt er,das Wichtignehmen der Kunst und ein Gespür für sich selbst. Die Disziplin sei in der westlichen Kultur der 1950er Jahre hauptsächlich noch im Berufsleben anzutreffen, während man sich im Privatleben zur Entspannung gehen lasse. Die Menschen sollten jedoch zwischen von irrationalen Autoritäten aufgezwungener und vernünftigerweise selbst auferlegter Disziplin unterscheiden. Disziplin sollte ein Ausdruck des Wollens sein. Ebenso wie an Disziplin ermangele es unserer Kultur an Konzentration. Fromm setzt Konzentrationsvermögen mit dem Vermögen gleich, mit sich allein sein zu können: Es ist die Fähigkeit, allein zu sein, ohne Musik hören, zu rauchen oder über Probleme nachdenken zu müssen. Des Weiteren müsse man sich auch auf andere konzentrieren können, d. Konzentriert sein heißt, nicht über Vergangenes oder Zukünftiges nachzudenken, sondern in der zu sein. Obwohl Fromm nicht ausdrücklich darauf eingeht, scheint hier eine gewisse Parallele zur zu bestehen. Auch die dritte Voraussetzung zur Erlangung einer Kunst, der Geduld, steht laut Fromm im Gegensatz zum Grundsatz des Industriesystems, der Geschwindigkeit. Fromm kritisiert, dass der moderne Mensch meine, immer die fähigkeit zu lieben schnell erledigen zu müssen. Weiterhin müsse es einem natürlich auch wichtig sein, eine Kunst zu erlangen, sonst würde man sie niemals erreichen. Und schließlich nennt Fromm das Gespür für sich selbst, das Wahrnehmen der als Voraussetzung. Körperlich sei diese Fähigkeit vorhanden, doch in Bezug auf geistige Prozesse sei auch diese Fähigkeit in der heutigen Welt unterentwickelt. Fromm führt dies auf das Fehlen von geistig voll entwickelten Vorbildern zurück, anstelle derer Filmstars, Geschäftsleute, Politiker und andere Prominente treten, die dem Menschen stellvertretend ein Gefühl der Befriedigung gäben. Als Voraussetzungen, speziell die Kunst des Liebens zu erlangen, bezeichnet Fromm die Überwindung des eigenendie Praxis des Glaubens und Aktivität im Sinne des aus sich heraus Tätigseins. Mit der Überwindung des eigenen Narzissmus meint Fromm das Erlangen der Fähigkeit, Menschen und Dinge objektiv zu sehen, und nicht nur aus dem eigenen Blickwinkel. Als Beispiel wird eine Frau genannt, die bei einem Arzt anruft, um einen Termin zu bekommen. Als der Arzt ihr erwidert, dass sie erst am nächsten Tag kommen könne, da er an diesem Tag keine Zeit habe, ist die Frau die fähigkeit zu lieben sie wohnt doch nur fünf Minuten von der Praxis des Arztes entfernt. Über die Tatsache, dass es für den Arzt und seine Termine völlig die fähigkeit zu lieben ist, ob sie fünf Minuten oder fünf Stunden von ihm entfernt wohnt, macht sie sich überhaupt keine Gedanken. Fromm führt aus, dass Grundlage der Objektivität die Vernunft und die wiederum der Vernunft zugrunde liegende emotionale Haltung die Demut sei. Die Entwicklung hin zur Überwindung des Narzissmus führt demnach über die Demut, hin zur Vernunft und so zur Objektivität. Bei der Praxis des Glaubens unterscheidet Fromm zunächst zwischen irrationalem Glauben, bei dem man sich einer irrationalen unterwirft, und rationalem Glauben, der aus der von anderen unabhängigen Überzeugung im eigenen Denken oder Fühlen herrührt. Nur der rationale Glaube könne Grundlage des für menschliche Beziehungen wie Freundschaft oder Liebe unentbehrlichen Glaubens sein. Fromm gibt verschiedene Beispiele für diesen Glauben: An einen anderen glauben, an sich selbst glauben, oder auch der Glaube einer Mutter an ihr Neugeborenes, dessen Vorhandensein oder Nichtvorhandensein nach Fromm den Unterschied zwischen und ausmacht sowie schließlich der Glaube an die Menschheit. Fromm betont, dass dieser Glaube Mut erfordert, also die Fähigkeit, ein Risiko einzugehen, wie auch die Bereitschaft, Schmerz und Enttäuschung hinzunehmen. Wer Sicherheit als das Wichtigste im Leben erachte und diese durch Distanz und Besitz zu erhalten versuche, mache sich selbst zum Gefangenen. Fromm unterscheidet zwischen Mut der Verzweiflung und Mut der Liebe, wobei nur letzterer der Mut im hier erforderlichen Sinne ist. Die Aktivität im Die fähigkeit zu lieben des aus sich heraus Tätigseins schließlich ist für Fromm nicht jede Aktivität, sondern jene, bei der die eigenen Fähigkeiten produktiv die fähigkeit zu lieben werden. Fromm beschließt sein Werk mit seiner Einschätzung, dass nicht Liebe und normales Leben miteinander unvereinbar seien, sondern lediglich das Prinzip der Liebe und das der kapitalistischen zugrunde liegende Prinzip, nach dem nur soviel Liebe gegeben würde, wie man bekommen hätte, und durch das und zum Selbstzweck geworden seien. Auflage, Frankfurt am Main 2003. Die seelischen Grundlagen einer neuen Gesellschaft. Dieser Artikel ist als Audiodatei verfügbar:.


#67 ★ Die Fähigkeit zu lieben [Into the Future] [Let's Play]
Sie wird sogar eher belächelt als angestrebt. Indessen kann schon das Wissen, dass große Ängste, die in keinem Verhältnis zur wirklichen Situation stehen, mit Sicherheit aus der Kindheit stammen, eine Hilfe bedeuten. Und die Fähigkeit tiefe Liebe anzunehmen. Jeder passionierte Wunsch unserer Herzen, der nicht von Gott für seine Ehre dort platziert wurde, kann zu einem Idol werden 1. So liegt in jeder Liebe die Forderung zur Wandlung: Wie wir das heranwachsende Kind nicht mehr mit der gleichen unbedingten und fraglosen Liebe weiterlieben können wie das Kleinkind; wie sich unsere Liebesfähigkeit mit und an dem Kind weiterentwickeln und reifen, erwachsen werden muss wie das Kind selbst; wie die Kindesliebe von echohaftem Antworten und selbstverständlicher Liebeserwartung reifen muss zur eigenen Liebesbereitschaft, die auch Versagungen und Enttäuschungen überdauert, so muss sich jede Liebe wandeln und reifen, will sie lebendig bestehen bleiben. One-Night-Stands Wir sehnen uns nach Zuneigung und Zärtlichkeit?